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Wallbox-Förderung 2026 in Österreich und Deutschland: Was es noch gibt

Wallbox-Förderung 2026 in Österreich und Deutschland: Was es noch gibt

Wer 2026 eine Wallbox plant, findet Fördergeld vor allem in einzelnen Bundesländern und für Mehrparteienhäuser. Hier siehst du, welche Programme aktuell laufen und welche Bedingungen gelten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreich: Burgenland und Steiermark fördern private Wallboxen mit bis zu 300 €.
  • Deutschland: bis zu 2.000 € je Stellplatz im Mehrparteienhaus.
  • Fast immer gilt: Antrag rechtzeitig stellen – teils schon vor der Bestellung.

Inhalt

  1. Österreich: Förderungen der Bundesländer
  2. Deutschland: Mehrparteienhaus
  3. Weitere Möglichkeiten zu sparen
  4. Unsere Tipps

Österreich: Förderungen der Bundesländer

Bundesland Förderung Wichtigste Bedingungen
Burgenland 30 %, höchstens 300 € Wallbox, Ladesäule oder intelligentes Ladekabel, Hauptwohnsitz und Fahrzeugzulassung im Burgenland, überwiegend private Nutzung, Antrag binnen 6 Monaten ab Rechnung, läuft bis 31.12.2026 bzw. solange Budget da ist
Steiermark 30 %, höchstens 300 € dreiphasige, intelligente Ladestation ab 11 kW, Hauptwohnsitz in der Steiermark, reines E-Auto dort auf dich zugelassen, 100 % Ökostrom oder PV ab 1,5 kWp, mindestens 7 Jahre Betrieb, Antrag binnen 6 Monaten ab Rechnung
Steiermark – Wohnanlagen 30 %, bis 5.000 € Basis Lastmanagementsysteme für Gebäude mit mehr als 4 Wohnungen oder mehr als 10 Stellplätzen, mindestens ein Ladepunkt, läuft bis 31.12.2026
Oberösterreich – Wohnanlagen 50 %, höchstens 5.000 € Grundinfrastruktur für Wallboxen in bestehenden Wohnanlagen mit mehr als drei Wohneinheiten, für Eigentümer:innen und Eigentümergemeinschaften, Antrag vor der Bestellung, mindestens 5 Jahre Betrieb, läuft bis 31.12.2026

Frag zusätzlich bei deiner Gemeinde und deinem Energieversorger nach – dort gibt es vereinzelt kleinere Zuschüsse.

Deutschland: Mehrparteienhaus

Bundesprogramm „Laden im Mehrparteienhaus“

Der Bund fördert Ladeinfrastruktur in bestehenden Mehrparteienhäusern mit insgesamt 500 Millionen Euro. Die Zuschüsse sind Festbeträge je Stellplatz:

Ausstattung je Stellplatz Zuschuss
nur Vorverkabelung bis 1.300 €
mit Wallbox bis 1.500 €
mit bidirektionaler Wallbox bis 2.000 €
  • Wer: Wohnungseigentümergemeinschaften und ihre Mitglieder, vermietende Privateigentümer, KMU und Wohnungsunternehmen – selbst genutzte Einfamilienhäuser sind ausgeschlossen.
  • Gebäude: nur Bestandsgebäude – ausgeschlossen sind Gebäude mit Bauantrag nach dem 24.03.2021.
  • Umfang: mindestens 20 % der Stellplätze und mindestens sechs Stellplätze werden vorverkabelt.
  • Technik: Ladeleistung mindestens 11 kW und höchstens 22 kW je Ladepunkt, Lastmanagement ist erlaubt.
  • Frist: Für Eigentümergemeinschaften und KMU sind Anträge bis 10.11.2026 möglich.
  • Bindung: drei Jahre nach Abschluss der Maßnahme.

Wichtig: Den Installationsauftrag erst nach der Bewilligung vergeben – sonst entfällt die Förderung. Infos unter laden-im-mehrparteienhaus.de.

NRW: progres.nrw für kleine Mehrparteienhäuser

  • Förderung: bis 40 % der Kosten, höchstens 1.500 € je Ladepunkt
  • Wer: Vermieter:innen und Mieter:innen in Wohngebäuden mit mindestens zwei Wohneinheiten sowie Wohnungseigentümer:innen – bei höchstens fünf Stellplätzen je Gebäude
  • Bedingungen: steuerbare, neue Wallbox, Grünstrom oder eigene erneuerbare Erzeugung, Installation durch einen Fachbetrieb, Auftrag erst nach der Bewilligung
  • Laufzeit: Richtlinie bis 30.06.2027, solange Budget vorhanden ist

Für die Wallbox im selbst genutzten Einfamilienhaus lohnt sich in Deutschland ein Blick zu deiner Gemeinde und deinem Stadtwerk – dort gibt es vereinzelt kleine Zuschüsse, oft gekoppelt an einen Strom- oder PV-Vertrag.

Weitere Möglichkeiten zu sparen

  • Deutschland – Handwerkerleistungen: 20 % der reinen Arbeitskosten für die Installation kannst du nach § 35a EStG von der Steuer absetzen, höchstens 1.200 € pro Jahr.
  • Deutschland – steuerbare Wallbox: Ist die Wallbox nach § 14a EnWG beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet, gibt es ein reduziertes Netzentgelt. Die Höhe hängt vom Netzbetreiber und vom gewählten Modul ab.
  • Österreich – Firmen-E-Auto: Übernimmt dein Arbeitgeber die Kosten für eine Ladeeinrichtung zu deinem Firmen-E-Auto, ist das bis 2.000 € kein steuerpflichtiger Sachbezug. Die Details klärst du mit der Lohnverrechnung.

Unsere Tipps

  • Antragszeitpunkt prüfen – manche Programme verlangen den Antrag vor der Bestellung, andere binnen sechs Monaten nach der Rechnung.
  • Auf die technischen Vorgaben achten, etwa dreiphasig ab 11 kW in der Steiermark oder mindestens 11 kW im deutschen Mehrparteienhaus-Programm.
  • Ökostrom-Nachweis bereithalten, wenn er verlangt wird.
  • In Wohnanlagen früh mit Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft sprechen – hier sind die Zuschüsse am höchsten.

Fazit

Private Wallboxen werden 2026 in Österreich im Burgenland und in der Steiermark mit bis zu 300 € gefördert. Am meisten holst du in Mehrparteienhäusern heraus – in Deutschland mit bis zu 2.000 € je Stellplatz, in Österreich vor allem in Oberösterreich und der Steiermark.

Du planst Ladepunkte für eine Wohnanlage? Schreib uns an onlinesales@ampion.at.

Passende Produkte

Förderungen in Italien, Frankreich und Ungarn findest du hier: Wallbox-Förderung 2026 in Italien, Frankreich und Ungarn.

Stand: Oktober 2026. Förderprogramme ändern sich laufend und enden oft, wenn das Budget ausgeschöpft ist. Maßgeblich sind immer die Richtlinien der jeweiligen Förderstelle.

Quellen: Land Burgenland: Richtlinie E-Mobilität 2026, Land Steiermark: Infoblatt intelligente E-Ladestationen 2026, Land Oberösterreich: Ladeinfrastruktur im mehrgeschossigen Wohnbau, Laden im Mehrparteienhaus, Bezirksregierung Arnsberg: progres.nrw, WKO: Sachbezüge Elektromobilität

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