Compleo eBOX Varianten im Vergleich: Welche passt zu dir?

Compleo eBOX Varianten im Vergleich: Welche passt zu dir?

Welche Compleo eBOX zu dir passt, entscheiden drei Fragen: Rechnest du Kilowattstunden an verschiedene Nutzer ab? Musst du deine eigenen Kilowattstunden nachweisen? Und willst du ein festes Kabel oder eine Steckdose? Technisch sind sich alle eBOXen sehr ähnlich – 22 kW, eingebauter DC-Fehlerstromschutz, offene Schnittstellen. Der Unterschied liegt im Zähler, in der Freigabe und in der Vernetzung. Hier findest du in wenigen Minuten die richtige Variante.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur dein eigenes Auto, kein Nachweis nötig: eBOX smart socket oder eBOX professional cable.
  • Dienstwagen direkt mit dem Arbeitgeber abrechnen: eBOX professional cable MID. In Österreich braucht es die EKA-Variante, wenn die Abrechnung über einen Dienstleister läuft.
  • kWh an verschiedene Nutzer abrechnen – Mieter, Gäste, Kunden, Mitarbeitende mit Privatauto: eBOX professional socket EKA oder cable EKA.
  • Alle über Ampion bzw. e-leiwand gekauften Compleo eBOXen sind mindestens auf Firmware 2.6 aktualisiert und auf Funktion geprüft.

Inhalt

  1. Drei Fragen, die entscheiden
  2. Alle Varianten im Überblick
  3. eBOX smart oder eBOX professional?
  4. Zähler: intern, MID oder eichrechtskonform
  5. Festes Kabel oder Steckdose?
  6. Die Varianten im Detail
  7. Das haben alle eBOXen gemeinsam
  8. Fazit
  9. Häufige Fragen

Drei Fragen, die entscheiden

1. Rechnest du Kilowattstunden an verschiedene Nutzer ab?

Sobald du die geladenen kWh an verschiedene Nutzer abrechnest – etwa an Mieter, Miteigentümer, Hotelgäste, Kunden oder Mitarbeitende mit ihrem Privatauto –, ist in Österreich wie in Deutschland eine eichrechtskonforme Wallbox Pflicht. In Österreich gilt dasselbe, wenn ein Dienstleister den Ladestrom mit einem Dritten verrechnet – etwa die Erstattung der zu Hause geladenen kWh an deinen Dienstgeber. In Deutschland reicht für die Dienstwagen-Erstattung meist MID; manche Arbeitgeber oder Dienstleister verlangen trotzdem Eichrecht. Bei der eBOX heißt die eichrechtskonforme Variante EKA. Damit ist die Entscheidung schon gefallen – offen ist nur noch Kabel oder Steckdose.

2. Musst du deine eigenen Kilowattstunden nachweisen?

Lädst du einen Dienstwagen zu Hause und rechnest den Strom mit dem Arbeitgeber ab, reicht in der Regel ein MID-Zähler – solange du die kWh direkt mit deinem Arbeitgeber abrechnest. Die passende Variante ist die eBOX professional cable MID. Übernimmt in Österreich ein Dienstleister die Erstattung und verrechnet sie an deinen Arbeitgeber weiter, brauchst du die EKA-Variante. Frag am besten vorher nach, wie dein Arbeitgeber abrechnet.

3. Festes Kabel oder Steckdose?

Musst du weder verrechnen noch nachweisen, geht es vor allem um Komfort und Ausstattung. Mit festem Kabel steckst du einfach an, mit Steckdose nutzt du dein eigenes Ladekabel. Mehr dazu weiter unten.

Alle Varianten im Überblick

Variante Anschluss Zähler Ideal für
eBOX smart socket Typ-2-Steckdose intern, nicht zertifiziert eigenes Auto zu Hause, günstiger Einstieg
eBOX professional cable Kabel 6,5 m intern, nicht zertifiziert eigenes Auto zu Hause, mit Profi-Ausstattung
eBOX professional cable MID Kabel 6,5 m MID Dienstwagen, eigene Firmenflotte
eBOX professional socket EKA Typ-2-Steckdose eichrechtskonform kWh-Abrechnung an verschiedene Nutzer mit eigenem Kabel
eBOX professional cable EKA Kabel 6,5 m eichrechtskonform kWh-Abrechnung an verschiedene Nutzer, z. B. Hotel und Gastronomie

eBOX smart oder eBOX professional?

Die eBOX smart ist die schlanke Wallbox für den privaten Stellplatz. Sie lädt mit bis zu 22 kW, spricht OCPP und Modbus TCP und lässt sich per App steuern. Wer laden darf, legst du in einer App wie Monta oder eCarUp fest – die App übernimmt dann die Rolle der Ladekarte.

Die eBOX professional bringt zusätzlich mit:

  • RFID-Leser – Laden per Karte, auch ohne Smartphone.
  • Mobilfunk mit eigener Mini-SIM (anySIM) – für Stellplätze ohne LAN oder WLAN.
  • Plug & Charge nach ISO 15118-2 – das Auto meldet sich beim Anstecken selbst an (ab Firmware 3.x, mit passendem Backend).
  • Lastverteilung zwischen mehreren eBOXen am selben Anschluss, ohne Zusatzhardware.
  • Varianten mit MID-Zähler oder eichrechtskonformer Messung.

Faustregel: Lädt nur dein eigenes Auto und genügt dir die App, reicht die eBOX smart. Sobald mehrere Personen laden, Karten im Spiel sind, kein Netzwerk am Stellplatz ist oder abgerechnet wird, ist die eBOX professional die richtige Wahl.

Zähler: intern, MID oder eichrechtskonform

Zähler Was er kann Wofür er reicht
intern zeigt dir den Verbrauch an, nicht zertifiziert eigener Überblick
MID geprüfte, kWh-genaue Messung Nachweis eigener Kosten, z. B. Dienstwagen-Kostenersatz direkt mit dem Arbeitgeber
eichrechtskonform (EKA) MID-Messung plus signierte Messwerte kWh-Abrechnung an verschiedene Nutzer oder – in Österreich – über einen Abrechnungsdienstleister

Wichtig: MID ist nicht dasselbe wie eichrechtskonform. Ein MID-Zähler reicht, wenn du deine eigenen Kosten nachweist. Sobald du kWh an verschiedene Nutzer abrechnest oder in Österreich ein Dienstleister den Ladestrom mit einem Dritten verrechnet – etwa mit deinem Dienstgeber –, ist die EKA-Variante Pflicht. Für die eigentliche Abrechnung brauchst du zusätzlich ein Backend, das die signierten Messwerte verarbeitet.

Die eBOX smart lässt sich mit dem eSMARTMETER um einen MID-Zähler erweitern. Eichrechtskonform wird sie dadurch nicht.

Festes Kabel oder Steckdose?

  • Festes Kabel (cable): Anstecken und laden, ohne Kabel aus dem Kofferraum zu holen. Die 6,5 m reichen vorwärts wie rückwärts eingeparkt. Ideal, wenn immer dieselben Autos laden oder Gäste kein Kabel mitbringen sollen.
  • Steckdose (socket): Jedes Auto lädt mit seinem eigenen Typ-2-Kabel, ein defektes Kabel ist schnell getauscht. Ideal, wenn unterschiedliche Fahrzeuge laden oder die Wallbox an einer stark frequentierten Stelle hängt. Für 22 kW brauchst du ein Kabel mit 32 A.

Die Varianten im Detail

eBOX smart socket

Passt zu dir, wenn du schon ein Typ-2-Ladekabel hast, nur dein eigenes Auto lädt und du eine günstige, robuste Wallbox für den privaten Stellplatz suchst.
Eher nicht, wenn du Kilowattstunden nachweisen oder verrechnen musst oder mehrere Personen per Karte laden sollen.
Zur eBOX smart socket

eBOX professional cable

Passt zu dir, wenn du dein eigenes Auto zu Hause lädst, keine Kilowattstunden nachweisen musst und trotzdem RFID, Mobilfunk, Plug & Charge oder mehrere Ladepunkte am selben Anschluss willst.
Eher nicht, wenn du einen Dienstwagen abrechnest (dann MID) oder kWh an verschiedene Nutzer abrechnest (dann EKA).
Zur eBOX professional cable

eBOX professional cable MID

Passt zu dir, wenn du einen Dienstwagen zu Hause lädst und die Kilowattstunden mit dem Arbeitgeber abrechnest oder Firmenfahrzeuge am eigenen Standort lädst. Der MID-Zähler ist im eCLICK-Modul schon eingeclipst, RFID ordnet jede Ladung zu.
Eher nicht, wenn du kWh an verschiedene Nutzer abrechnest oder in Österreich ein Dienstleister die Erstattung übernimmt und an deinen Arbeitgeber weiterverrechnet – dann brauchst du die EKA-Variante.
Zur eBOX professional cable MID

eBOX professional socket EKA

Passt zu dir, wenn du kWh an verschiedene Nutzer abrechnest – Mieter, Miteigentümer, Gäste, Kunden oder Mitarbeitende mit Privatauto – und an deinem Ladepunkt unterschiedliche Fahrzeuge mit eigenem Kabel laden.
Eher nicht, wenn du nur deine eigenen Kosten nachweist (dann MID) oder deine Gäste ohne Kabel kommen (dann cable EKA).
Zur eBOX professional socket EKA

eBOX professional cable EKA

Passt zu dir, wenn du kWh an verschiedene Nutzer abrechnest und diese einfach anstecken sollen – typisch für Hotel, Gastronomie, Firmen- und Gästeparkplatz.
Eher nicht, wenn verschiedene Fahrzeuge mit eigenem Kabel laden sollen – dann ist die socket EKA flexibler.
Zur eBOX professional cable EKA

Das haben alle eBOXen gemeinsam

  • Bis 22 kW, ein- bis dreiphasig, in Stufen einstellbar.
  • DC-Fehlerstromerkennung eingebaut – im Verteiler reicht ein FI Typ A.
  • Offene Schnittstellen: OCPP 1.6 für Apps und Backends wie Monta oder eCarUp, Modbus TCP für Energiemanagement wie Loxone.
  • PV-Überschussladen mit einem Modbus-TCP-Smartmeter wie dem Shelly Pro 3EM.
  • Robust: IP55, IK10, Betrieb von −30 bis +50 °C, LED-Leuchtring.
  • eCLICK-System: Der Elektriker montiert die Anschlussplatte, die eBOX wird nur noch eingeclipst.
  • OVE R37: Die eBOX hat eine aktuell gültige Herstellererklärung nach OVE R37 und ist damit in Österreich am Netz anschließbar.
  • Einrichtung im Browser über das Web-Interface – Schritt für Schritt erklärt in Compleo eBOX einrichten ohne App.

Wie du jede eBOX kostenlos per App steuerst, liest du in Compleo eBOX mit App steuern.

Fazit

Die Wahl der richtigen eBOX ist einfacher, als die Typenvielfalt vermuten lässt. Rechnest du kWh an verschiedene Nutzer ab oder läuft die Abrechnung in Österreich über einen Dienstleister, führt kein Weg an der EKA-Variante vorbei. Rechnest du deinen Dienstwagen direkt mit dem Arbeitgeber ab, nimm die MID-Variante. Lädt nur dein eigenes Auto, entscheidest du nach Komfort: die eBOX smart als günstiger Einstieg mit App-Steuerung, die eBOX professional, wenn du RFID, Mobilfunk oder mehrere Ladepunkte brauchst.

Häufige Fragen

Kann ich eine eBOX smart später aufrüsten?

Einen MID-Zähler kannst du mit dem eSMARTMETER nachrüsten. Eichrechtskonform oder mit RFID-Leser wird die eBOX smart dadurch nicht – dafür brauchst du eine eBOX professional.

Brauche ich für 22 kW eine Genehmigung?

22 kW müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden und brauchen in der Regel seine Zustimmung, in Deutschland ist alles über 12 kW genehmigungspflichtig. Das übernimmt dein Elektriker. Viele Autos laden ohnehin nur mit 11 kW – mehr dazu in 11 kW oder 22 kW Wallbox – was lohnt sich?

Darf ich die eBOX in Österreich installieren?

Ja. Für die eBOX liegt eine aktuell gültige Herstellererklärung nach OVE R37 vor, die Netzbetreiber beim Anschluss prüfen. Die Herstellererklärung gilt bis 14.12.2026 – plane Installation und Anmeldung beim Netzbetreiber daher rechtzeitig. Was hinter der R37 steckt, erklären wir in OVE R 37 erklärt.

Mein Arbeitgeber rechnet über einen Dienstleister ab. Reicht MID?

In Österreich nein. Erstattet dir ein Dienstleister die zu Hause geladenen kWh und verrechnet sie an deinen Dienstgeber, wird der Ladestrom mit einem Dritten abgerechnet – dafür ist eine eichrechtskonforme Wallbox Pflicht, also die eBOX professional EKA. In Deutschland reicht für die Dienstwagen-Erstattung meist MID; manche Arbeitgeber oder Dienstleister verlangen trotzdem Eichrecht. Frag am besten vorher nach, wie dein Arbeitgeber abrechnet.

Brauche ich eine SIM-Karte?

Nur bei der eBOX professional und nur, wenn am Stellplatz kein LAN oder WLAN verfügbar ist.

Kann ich mehrere eBOXen am selben Hausanschluss betreiben?

Ja. Mehrere eBOX professional verteilen die Leistung im lokalen Netz untereinander, mit Smartmeter auch dynamisch nach dem tatsächlichen Verbrauch.

Wer rechnet bei der EKA-Variante ab?

Ein Backend, das die signierten Messwerte verarbeitet. Wir bieten dafür Smartfuelpass von Ultima Payments oder Vaylens an – schreib uns an onlinesales@ampion.at.

Ich bin unsicher, welche Variante ich brauche.

Schreib uns kurz, wer an der Wallbox lädt und ob abgerechnet wird, an onlinesales@ampion.at – wir sagen dir, welche eBOX passt.

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